Für Sie gelesen & gefunden

Bedenklich viel Bauchfett? So geht der Selbstcheck


Bild: Pia Bayer/dpa/dpa-tmn

Schon einmal von viszeralem Fett gehört? So nennt die Medizin Fettgewebe, das tief im Bauchraum liegt - und die Organe quasi umschließt. Sammelt sich einiges an innerem Bauchfett an, kann es mit der Zeit auch von außen sichtbar werden. Ein erhöhter Bauchumfang deutet darauf hin. 

Das Problem daran: Viszerales Fett erhöht die Wahrscheinlichkeit für verschiedene Erkrankungen. Die Deutsche Herzstiftung nennt als Beispiele Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und einige Krebsarten. 

Wie kann man herausfinden, ob das eigene Bäuchlein möglicherweise Gesundheitsrisiken birgt? Dafür braucht man nur ein Maßband - und einen Taschenrechner. 

Die entscheidende Information: der Taillenumfang

Überschreitet der Taillenumfang einen gewissen Wert, spricht das für ein Zuviel an Bauchfett. Laut der Stiftung Gesundheitswissen misst man ihn wie folgt: 

  1. Stellen Sie sich aufrecht und entspannt hin. 
  2. Ertasten Sie die untersten Rippen und die Spitze der Hüftknochen. In der Mitte zwischen diesen beiden Punkten befindet sich die Taille. Legen Sie das Maßband dort um den Körper. Es sollte eng anliegen, aber nicht einschneiden. 
  3. Atmen Sie aus und messen dann. 

Bei Frauen gilt ein Umfang ab 88 Zentimetern als kritisch, so die Deutsche Herzstiftung. Als gesund gilt ein Umfang von unter 80 Zentimetern. Bei Männern ist das Erkrankungsrisiko ab einem Umfang ab 102 Zentimetern stark erhöht. Sie sollten einen Umfang von unter 94 Zentimetern anstreben. 

Zwei weitere Wege, um das Risiko zu bestimmen

Wer vor etwas Rechnerei nicht zurückschreckt, kann das Bauchfett-Risiko noch durch zwei weitere Werte checken: 

  1. Das Taille-Größe-Verhältnis berechnen. Dafür teilt man den Bauchumfang durch die Körpergröße (beides in Zentimetern). Hier gilt ein Ergebnis von 0,5 oder mehr als gesundheitlich bedenklich. 
  2. Das Verhältnis von Taille und Hüfte bestimmen. Dafür einfach den Bauchumfang durch den Hüftumfang (beides in Zentimetern, Hüftumfang an der breitesten Stelle gemessen) teilen. Bei Frauen gilt ein Ergebnis von 0,85 und mehr als bedenklich, bei Männern von mindestens 0,9. 

Übrigens: Auch wenn man laut dem Body-Maß-Index (BMI) als normalgewichtig gilt, können die Werte zeigen, dass man ein erhöhtes Erkrankungsrisiko aufgrund von Bauchfett-Ansammlungen hat. 

Zu viel Bauchfett - und nun? 

Der Bauchumfang ist im roten Bereich? Am besten sucht man dann das Gespräch mit Hausarzt oder Hausärztin. Dort können die gemessenen und errechneten Werte im Zusammenhang mit Alter und anderen Erkrankungen bzw. Erkrankungsrisiken betrachtet werden. 

Und dann? Auch, wenn man an einzelnen Körperstellen nicht gezielt Fett abnehmen kann, ist bei einem erhöhten Bauchumfang meist der Rat, Körpergewicht zu reduzieren.


Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
(09.10.2026)


TV-Tipps

meine apotheke Flyer

Für Sie gelesen

Thema des Monats

Pflanze des Monats

Ratgeber

Mobilversion anzeigen