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Brustkrebs: Was Frauen zur Früherkennung wissen sollten


Bild: Christin Klose/dpa-tmn

Ein Knoten in der Brust? Schnell dreht sich das Sorgenkarussell: Wächst da ein bösartiger Tumor? Zwar steckt längst nicht hinter jeder Veränderung Krebs. Dennoch machen Frauen bei Auffälligkeiten lieber zeitnah einen Termin bei Gynäkologe oder Gynäkologin aus.

Denn wie bei jeder anderen Krebsart gilt auch hier: Je früher man einem bösartigen Tumor in der Brust auf die Spur gekommen ist, desto besser stehen die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung. Welche Früherkennungsangebote es gibt - und wie Frauen selbst aktiv werden können. 

1. Früherkennung mit Tastuntersuchung und Mammografie

Zwei Früherkennungsuntersuchungen für Brustkrebs werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen: 

  • Tastuntersuchung in der Frauenarztpraxis 

Frauen ab 30 Jahren haben Anspruch auf eine jährliche Tastuntersuchung bei Frauenarzt oder Frauenärztin, heißt es von der Deutschen Krebshilfe. Dort sollen sie auch erfahren, wie sie ihre Brust selbst untersuchen können. 

Gibt es Auffälligkeiten, werden sie mit weiteren Untersuchungen abgeklärt. Nicht immer bestätigt sich ein Tumor: Der Deutschen Krebshilfe zufolge kommt es bei der Tastuntersuchung häufig zu falsch-positiven Befunden, die sich am Ende nicht als Krebs herausstellen. 

  • Mammografie-Screening-Programm

Frauen zwischen 50 und 75 Jahren bekommen zudem alle zwei Jahre eine Einladung für einen Mammografie-Screening-Termin. Bei dieser Untersuchung werden Röntgenbilder der Brust angefertigt. Dafür werden die Brüste jeweils einzeln kurz zwischen zwei Platten zusammengedrückt. Zwei geschulte Ärzte werten die Bilder im Anschluss aus. 

Laut der Deutschen Krebshilfe zeigen Studien, dass das Mammografie-Screening-Programm Brustkrebs im Frühstadium entdecken kann, was höhere Heilungschancen bedeutet. Die Teilnahme am Screening senkt zudem das Risiko, an Brustkrebs zu versterben. 

2. Einmal im Monat selbst die Brust abtasten

Ergänzend zu den Früherkennungsuntersuchungen hilft regelmäßiges Selbst-Abasten, um Veränderungen früh zu entdecken. Der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte (BVF) verrät, wie man vorgeht: 

  • Für gute Lichtverhältnisse sorgen und die Brust zunächst aufmerksam im Spiegel ansehen. Haben sich Form oder Größe verändert? Verformt sich eine Brust anders als die andere, wenn ich einen Arm hebe? 
  • Auch die Haut genau anschauen: Zieht sie sich an einer Stelle nach innen? Gibt es Schwellungen oder erinnert das Aussehen an eine Orange? Schuppt sie? 
  • Abtasten: Bemerke ich neue oder ungewöhnliche Verhärtungen oder Knoten in der Brust, vielleicht sogar begleitet von Schmerzen? Auch die Achselhöhlen sollte man checken.
  • Brustwarze checken: Tritt daraus eine Flüssigkeit - ob blutig oder klar - aus, ist das eine Auffälligkeit. 

Die Selbstuntersuchung nehmen Frauen sich am besten einmal im Monat vor. Ein Zeitfenster eignet sich dafür besonders gut, zumindest für Frauen mit Regelblutung: Sie nehmen sich die Tastuntersuchung am besten zwischen dem 3. und 7. Tag nach Einsetzen der Periode vor, rät der BVF. Dann ist das Drüsengewebe in der Brust am weichsten, Verhärtungen fallen besser auf. 

Frauen ohne Regelblutung, etwa nach der Menopause, nehmen sich am besten einen festen Tag im Monat vor. Tipp: eine Erinnerung im Handy einstellen. 

3. Bei Brustkrebs in der Familie: individuell beraten lassen

Das Alter an sich, eine frühe erste Menstruation, eine späte Menopause, Übergewicht oder häufiger Alkoholkonsum: All das erhöht das Risiko, eines Tages Brustkrebs zu bekommen. Auch die Genetik kann eine Rolle spielen: Etwa fünf bis zehn Prozent der Brustkrebserkrankungen gehen auf Mutationen in bestimmten Genen - BRCA 1 oder BRCA 2 - zurück, so die Deutsche Krebshilfe. 

«Gibt es in der eigenen Familie viele Brustkrebserkrankungen oder einen Fall mit auffällig jungem Erkrankungsalter, kann das ein Hinweis darauf sein, dass man selbst eine Mutation in einem Risikogen für Brustkrebs in sich trägt», sagt Prof. Rita Schmutzler, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe. Dann ist sinnvoll, sich in einem Zentrum für familiären Brustkrebs beraten - und gegebenenfalls auf so eine Mutation hin testen - zu lassen.


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(01.10.2026)


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