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Was hilft denn nun bei Schluckauf?


Bild: Christin Klose/dpa-tmn

Hicks! Wer von einem kräftigen Schluckauf durchgeschüttelt wird, fragt sich: Woher zur Hölle kommt der auf einmal? 

Die Erklärung «Da denkt gerade jemand an dich» lassen Mediziner und Medizinerinnen nicht durchgehen. Schluckauf entsteht nämlich, wenn sich das Zwerchfell plötzlich und unwillkürlich verkrampft, erklärt der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Das ist die Platte aus Muskeln und Sehnen, die die Grenze zwischen Brust- und Bauchraum zieht. 

Verkrampft das Zwerchfell, schließt sich als Reaktion die Stimmritze, die sich zwischen Rachen und Luftröhre befindet. Eingeatmete Luft prallt dann gegen die geschlossenen Stimmbänder. «Genau dieser kleine "Stau" erzeugt das typische Hicks-Geräusch», heißt es auf dem Portal «Das HNO-Wartezimmer» des Verbandes. 

Erst heiß essen, dann kalt: Das kann Schluckauf geben

Manchmal überfällt uns die lästige Hickserei aus dem Nichts. Wir können uns den Schluckauf nicht erklären. Manchmal aber doch - denn es gibt einige typische Auslöser. 

So können uns hastiges Essen, stark kohlensäurehaltige Getränke, größere Mengen Alkohol, Stress, Lampenfieber oder bestimmte Medikamente Schluckauf bescheren. Auch ein Wechsel zwischen sehr kalten und sehr heißen Speisen kann dafür sorgen, dass das Zwerchfell verkrampft. 

Mit Ablenkung gegen die Hickserei

Normalerweise verzieht sich der Schluckauf-Spuk nach wenigen Minuten von selbst wieder. Wer nicht abwarten will, findet allerlei zum Teil kuriose Tipps, die den Schluckauf in die Flucht schlagen sollen. 

Zum Beispiel: Die Luft anhalten und bis 20 zählen, sich erschrecken lassen, kaltes Wasser in Mini-Schlückchen trinken, in eine Papiertüte atmen, aufzählen, was man gestern alles gegessen hat oder an sieben glatzköpfige Männer denken.

All solche Tricks kann man laut dem Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte durchaus ausprobieren. Eine Sache haben sie nämlich gemeinsam: Sie sorgen für Ablenkung. Das kann dazu führen, dass wir uns entspannen - und damit auch Zwerchfell und Atmung wieder. Als besonders hilfreich gelten Methoden, die die Atmung gezielt beeinflussen.

Wann man mit Schluckauf zum Arzt gehen sollte 

Schluckauf ist fast immer harmlos. In seltenen Fällen kann er aber Hinweis auf eine Erkrankung von Speiseröhre, Magen oder Dünndarm bzw. auf Hormon- oder Nervenstörungen geben. 

Warnzeichen sind, wenn Schluckauf deutlich häufiger auftritt als man es gewohnt ist. Auch wenn er ungewöhnlich lange - mindestens einen ganzen Tag - andauert, sollte man dem Verband zufolge ärztlichen Rat einholen. Das gilt vor allem dann, wenn Symptome wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Schwellungen im Halsbereich oder starke Müdigkeit dazukommen. 

Übrigens: Tritt Schluckauf gemeinsam mit Lähmungserscheinungen, Sprach- oder Sehstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit auf, ist das ein Fall für den Notruf 112. Dann kann sich dahinter ein Schlaganfall verbergen, ein Notfall, bei dem jede Minute zählt.


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(21.09.2026)


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